Berliner Meisterschaft der Nordischen Folkeboote im SC Gothia
Am vergangenen Wochenende richteten wir mit der Berliner Meisterschaft der Nordischen Folkeboote unsere dritte von vier Meisterschaften in dieser Saison aus.
Bereits am Freitag waren 19 Boote, darunter auch ein aus Dänemark angereistes Team, bereit, auf der Großen Breite um den Titel zu segeln.
Trotz prognostizierter 10 Knoten Wind hieß es jedoch erstmal: Warten. Die Unterhavel war spiegelblank und auch der Wannsee machte zur geplanten Startzeit keinen besseren Eindruck.
Glücklicherweise setzte der Wind dann doch bald ein, und nach einigen Startversuchen, die in allgemeinen Zurückrufen endeten, wurden alle drei geplanten Rennen geschafft.
Das Duell um die Führung lieferten sich hier unsere dänischer Gäste mit der Crew um Andreas Blank, welche am Ende des ersten Tages nur ein Punkt trennte.
Am Abend ging es weiter um die Wurst, allerdings in einem entspannten Rahmen: Die Klassenvereinigung spendierte Bratwürste, welche den Teilnehmenden, dem Team und auch den vom Training zurückkehrenden Jugendlichen den Segeltag abrundeten.
Ab Samstag zog der Kurs auf das Regattagebiet Wannsee um. Mit einer Schippe mehr Wind legten wir den Kurs zwischen Schwanenwerder und Kälberwerder. Stets bedacht, den Teilnehmenden die längstmögliche Bahn zu bieten, ohne ortsfremde Segler nahe der Bahnmarken auf Grund zu setzen. Auch ohne Grundberührungen machte sich die Änderung des Wettfahrtgebietes auf der Ergebnisliste erkennbar. Von nun an machten die Teams aus dem VSaW die Rennen unter sich aus. Für das Sportteam stand ebenfalls einiges an Aktion auf dem Programm: Zum Ende der ersten Wettfahrt entschied sich der Wind, stetig weiter nach Süden zu drehen, was uns zum kompletten Umbau der Bahn nach dem ersten Rennen bewegte.
Das Startschiff und die leeseitigen Bahnmarken wechselten auf die andere Seite des Tonnenstrichs vor den Deutsch Britischen Yacht Club. Nachdem auch der zweite Anker des Gothenhafens ausgebracht war, ertönte der Funkspruch aus Luv: “Gothenhafen für Alu-Budze: Der Wind dreht hier oben zurück.” Die neue alte Windrichtung setzte sich auch durch und erlaubte es uns, den Kurs für den Rest des Tages weitgehend unverändert zu lassen. Inzwischen hatten wir auch den Fahrplan der Wannseefähre verinnerlicht und konnten die Starts so takten, dass das Feld stets eine unbehinderte Startkreuz hatte.
Das leckere Burgerbuffet unserer Gastronomie schenkt allen die benötigten Kräfte für den letzten Wettfahrttag.
Am Sonntag Kaiserwetter: Die Sonne strahlt immer wieder zwischen fluffigen Wolken hervor und auf dem Wasser zieren Schaumkronen das Wettfahrtgebiet. Windstärke 5 steckt die erfahrene Folkebootklasse gut weg. Zwei schnelle und spannende Rennen runden die Meisterschaft ab. Mit 6 ersten Plätzen aus 8 Rennen geht der Meistertitel eindeutig und eindrucksvoll an das Team Andreas Blank, Svenja Loerke & Alexander Loerke.
Ebenfalls viel Anerkennung hat auch der SC Gothia von den Teilnehmenden erfahren. Viele Daumen auf dem Wasser und an Land, sind ein willkommener Lohn für die Arbeit, die in so einer Veranstaltung steckt. Auch ich bedanke mich noch einmal herzlich bei allen Helferinnen und Helfern!
Thilo
PS: Das Album mit den Gesammelten Fotos der Regatta findet ihr hier.