Spannende 1. Clubregatta 2026: Drama hinter den Kulissen
Nervenkitzel zur 1. Clubregatta: Wo ist denn bloß die Starttonne?
Unsere erste Clubregatta liegt erfolgreich hinter uns. Am Sonntagvormittag kamen knapp 50 Clubmitglieder zusammen, um auf 16 verschiedenen Booten um die Wette zu segeln. Bei Südwind mit 2–3 Bft. ging es für die Crews zweimal bis zur Regattatonne 5 vor Lindwerder, bevor das letzte Boot nach knapp 4 Stunden durch’s Ziel ging.
Am schnellsten bewältigte die „La Jolie“ mit Alex Wobetzky, Uli Stark, Oliver Bajon und Tatjana den Kurs – sie gingen auch nach berechneter Zeit als strahlende Sieger der ersten Clubwettfahrt hervor. Dicht gefolgt von Nils Wettstein und Karl Rammler auf der „Billi“, die sich den zweiten Platz sicherten. Auch Tom Engel und Heidi Wettstein verteidigten mit ihrer Yngling nach der Berechnung erfolgreich den dritten Platz. Gratulation!

Drama hinter den Kulissen: „Wollt ihr noch eine Starttonne legen?“
Aber eine Clubregatta wäre keine Clubregatta, wenn es nicht auch eine Geschichte am Rande gäbe. Was das Wettfahrtleitungsteam erlebte, während die Mannschaften nichtsahnend ihre Wettfahrt segelten, kommt einem Boxenstopp bei der Formel 1 sehr nahe.
Beim Ausbringen der Starttonne passierte uns genau das, was Motorbootfahrenden mit einer feststehenden Schraube niemals passieren sollte: Die auftreibende Leine der Tonne verhedderte sich unbarmherzig in der Schraube des „Gothenhafen“. Der Motor starb ab. Manövrierunfähig und ohne Chance, die Leine auf die Schnelle zu befreien, trieben wir unaufhaltsam Richtung Land. In dieser misslichen Lage retteten uns zwei glückliche Umstände:
Das Glück blieb uns treu: Andi Kowatzki war glücklicherweise an Land geblieben und Matti Breitrück betrat kurz vor dem Auslaufen das Vereinsgelände. Zwei schnelle Anrufe genügten und eine Opti-Trainingstonne lag an der Mastleiter parat, die Andi sofort mit seinem Motorboot einsammelte.
Zu diesem Zeitpunkt wurden wir von den Segelnden schon nervös gefragt, ob wir denn noch eine Starttonne ausbringen wollten – schließlich blieben laut Uhr nur noch fünf Minuten bis zum Anfang des Startzeitfensters. Mit einem souveränen Lächeln entgegneten wir, dass in Kürze eine Tonne liegen würde. Was niemand der Segelnden ahnte: Die Starttonne lag längst aus – allerdings fest verdrillt unter unserem Rumpf.

Fünf Minuten später war Andi mit dem Ersatz da. Mit gerade einmal zehn Minuten Verzögerung hieß es schließlich: Start frei!
Unsere Helden im Hintergrund
Während die Boote auf der Bahn waren, rauchten bei uns die Köpfe: DLRG verständigen? Taucher anfordern? Oder das Startschiff samt Tonnengewichten in den Hafen schleppen? Erst einmal die Lage checken!
Das Wettfahrtleiterinnen-Team war sich einig, Andi muss ins Wasser! Und Andi sprang. Das Ergebnis: Die Schraube hatte die Leine so aufgewickelt, dass die schweren Grundgewichte nur noch 20 Zentimeter unter der Wasseroberfläche hingen. Einem Abschleppmanöver stand also nichts im Weg. Noch während des Schlepps rief ich Mieze an, der gerade gemütlich bei Kaffee und Kuchen auf seiner Terrasse saß. Er fackelte nicht lange und eilte sofort in den Verein, um den Slipp vorzubereiten.
Durch die weitere Hilfe von Michael Liberti und Akki wurde der „Gothenhafen“ ruckzuck geslippt, die Leine aus der Schraube entfernt und das Boot nach einem kurzen Check der Ruderanlage wieder zu Wasser gelassen. Das Ganze Prozedere inklusive Reinschleppen dauerte kaum eine Stunde! Als wir wieder auf dem Wasser waren, rundeten die ersten Boote gerade die Fahrwassertonnen querab der Marina Lanke für ihre zweite Runde Richtung Lindwerder.
Bis zur großen Aufklärung bei der Siegerehrung dachten alle Teilnehmenden tatsächlich, wir hätten die Starttonne schlicht und einfach an Land vergessen.
Hätte die Formel 1 unsere Teamarbeit gesehen, sie hätte uns sofort abgeworben.
Ich bedanke mich außerordentlich bei Andi, Akki und Mieze, die die Dringlichkeit sofort erkannt haben und wie immer hilfsbereit und ohne Diskussion zur Stelle waren. HERZLICHEN DANK an unsere Helden im Hintergrund!
Maria und ihr Wettfahrtleitungsteam

